Skizze und Prozess






Monoprints - in keinem anderen Medium ist der Prozess, durch Wiederholung und gleichzeitiger Einmaligkeit, so nah am Unterbewussten.

Meine Skizzen beginnen zunehmend mit einem Rahmen. Was als Hilfestellung begann, um sich nicht zu verlieren, entwickelt sich zu einer Ausdrucksform. Interessanterweise werden Beziehungen zwischen Bildern gerade durch ihre Abgrenzung sichtbar.


Bei der Erkundung dessen, was ich in der Kindheit nur als Kulisse jenseits des Rheins kannte – dominiert vom HKM mit seinen Hochöfen in Hüttenheim – entstand diese Zeichnung eines Zinkwerkes.



Lissabon kannte ich bis dato nur aus Remarques Roman.
Im Auf und Ab ihrer Treppen ist der Mythos dieser Stadt noch nicht verschwunden.












2023
Am ersten Tag einer New-York-Reise fand ein Jahrhundertunwetter statt. Überschwemmungen, vollgelaufene U-Bahn-Stationen und Schachtbrände. Ein kurzer Trip, um ein paar Gummistiefel zu besorgen und so die sommerliche Garderobe anzupassen, wurde zu einem stundenlangen Aufenthalt in überfüllten U-Bahn-Stationen. So stand ich im Feuchtwarmen, dicht gedrängt — der erste Tag allein in dieser fremden, durch Erwartungen und Mythen geprägten Stadt. Krisenhafte Zustände, und doch erfuhr ich vor allem Rücksicht, Solidarität und Gemeinschaft. Einige dieser Zeichnungen und das Gedicht entstanden genau dort unten.



